Lehrveranstaltungen am Institut für Soziologie im Sommersemester 2008

Änderungen vorbehalten! Bitte die aktuellen Aushänge im Institut beachten!


Das hier vorliegende Vorlesungsverzeichnis berücksichtigt sowohl das Magister-Studium im Fach Soziologie nach der Studienordnung von 2001, das ab dem Wintersemester 2005/06 eingeführte modularisierte Grundstudium, als auch den Studiengang Bachelor-Soziologie ab dem Wintersemester 2007/08 .

Die Struktur des Verzeichnisses entspricht
- im Grundstudium dem modulariserten Magisterstudium,
- im Hauptstudium dem nichtmodularisierten Magisterstudium.

Für die Erlangung von Abschlüssen, Leistungsscheinen etc. gelten die Studienordnungen und die Festlegungen der Modulbeschreibungen des modularisierten und Bachelor-.Studiums.
Präzisierungen dazu bzw. Hinweise auf die Möglichkeiten zur Erlangung eines Leistungs- oder Teilnahmescheines sind angegeben.

Scheine für Soziologie als Wahlpflichtfach können in den Einführungsvorlesungen zu den Modulen im Grundstudium über Teilnahme und Klausur erworben werden.
Bitte vorher mit den Dozenten absprechen.

Im Kontext der Vorbeugung von Plagiaten müssen ab Wintersemester 2005/2006 alle schriftlichen Arbeiten auch in elektronischer Form - vorzugsweise als PDF-Datei - eingereicht werden.

Die Anmeldung zu allen Lehrveranstaltung erfolgt ausschließlich über das Elektronische Vorlesungsverzeichnis https://lsf.uni-jena.de.


Grundstudium / Bachelor

Hauptstudium


Grundstudium


Stefan Jahr
Übung:  Statistik für Sozialwissenschaftler / Politologen
Mo. 12.00-14.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 3 

,  ECTS BA:  HF - 4   NF - 4  

Diese Veranstaltung ist nur für Studierende mit Hauptfach Politikwissenschaft.


P1 Grundzüge der Soziologie


Stephan Lessenich
Vorlesung:  Grundzüge der Soziologie II: Makrosoziologie
Do. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Helmholtzweg 5, Hörsaal 4 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 4   NF - 4  

Die Soziologie wurde an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert als eine wissenschaftliche Disziplin begründet, die sich mit der Erforschung "der Gesellschaft" und ihres Wandels beschäftigt. Soziologie als Makrosoziologie ist durch ihren überindividuellen Blick auf Gesellschaft und gesellschaftlichen Wandel gekennzeichnet. Sie widmet sich der Analyse makrosozialer Strukturen (wie Staat, Kapitalismus und Demokratie) und Prozesse (wie Differenzierung, Individualisierung oder Globalisierung) sowie Fragen der Transformation von Gesellschaften und Gesellschaftssystemen. Zugleich aber richtet sich der makrosoziologische Blick immer auch auf Formen und Mechanismen der Vermittlung von sozialen Strukturen und individuellem Handeln durch Institutionen, Organisationen und Kollektivitätskonstruktionen. Die Vorlesung führt in zentrale Begriffe, Konzepte und Theoreme der Makrosoziologie ein und versucht dabei so weit wie möglich die Anschlussfähigkeit der makrosozialen Analyse an mikrosoziologische Perspektiven zu wahren.


P2 Methoden / Statistik I


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I PS
Di. 12.00-14.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Vorlesung am Mi 14-16 Uhr.


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I PS
Di. 12.00-14.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Vorlesung am Mi 14-16 Uhr.


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I V
Mi. 14.00-16.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Bachstr. 18, Hörsaal KU 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

Die Veranstaltung ist Bestandteil des Moduls P2: "Methoden/Statistik I" bzw. des Bachelor-Moduls BASOZ 1.4 und beinhaltet die Einführung in die Deskriptive Statistik.

Die Veranstaltung wird im etwa 14-täglichen Wechsel als Vorlesung für alle Teilnehmer (in der Zeit Mi 14-16 Uhr) und als mehrzügig laufendes Seminar/Übung durchgeführt. Die Termine der Seminare/Übungen sind Di 12-14, Mi 14-16 und Do 10-12 Uhr. Jeder Teilnehmer muss die Vorlesung und eines der Seminare besuchen.

Eine Anmeldung ist im LSF bei der Veranstaltung 14517 'Statistik I PS' sowie im DT-Workspace erforderlich.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Klausur, regelmäßige Teilnahme, Lösung der Übungsaufgaben

Literatur:
Benninghaus, H.: Deskriptive Statistik : eine Einführung für Sozialwissenschaftler, 10., durchges. Aufl. - Wiesbaden : VS Verl. für Sozialwissenschaften, 2005 (oder auch älter).
Benninghaus, H.: Einführung in die sozialwissenschaftliche Datenanalyse : Buch mit CD-ROM. 6., überarb. Aufl. - München [u.a.] : Oldenbourg, 2001 (oder auch älter).
Weitere Literatur wird in den Veranstaltungen empfohlen.


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I PS
Mi. 14.00-16.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Bachstr. 18, Hörsaal KU 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Vorlesung am Mi 14-16 Uhr.


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I PS
Do. 10.00-12.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Vorlesung am Mi 14-16 Uhr.


Joachim Loose
Proseminar:  Statistik I PS
Do. 10.00-12.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Vorlesung am Mi 14-16 Uhr.


Ralf Güldenzopf
Übung:  Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I
Fr. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Bedingungen für die Modulprüfung:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Literatur:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr


Andreas Hallermann
Übung:  Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I
Mo. 12.00-14.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

Gegenstand des Moduls sind grundlegende Ansätze der quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung sowie der beschreibenden Statistik.
Methoden 1: Einführung in die Wissenschaftstheorie, empirischer Forschungsprozess, Datenerhebungs¬methoden.

Bedingungen für die Modulprüfung:
regelmäßige Teilnahme, Gruppenarbeit, Abschlussklausur

Literatur:
Atteslander, Peter: Methoden der empirischen Sozialforschung. 11. Aufl., Berlin / New York 2006.
Benninghaus, Hans: Einführung in die sozialwissenschaftliche Datenanalyse. 7. Aufl., München / Wien 2005
Bortz, Jürgen: Lehrbuch der empirischen Forschung. Berlin 1984.
Bortz, Jürgen / Döring, Nicola: Forschungsmethoden und Evaluation. 4. Aufl., Berlin 2006.
Diekmann, Andreas: Empirische Sozialforschung. 18. Aufl., Reinbek 2007.
Friedrichs, Jürgen: Methoden empirischer Sozialforschung. 15. Aufl., Opladen 1999.
Jahoda, Marie / Lazarsfeld, Paul F. / Zeisel, Hans: Die Arbeitslosen von Marienthal: ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit; mit einem Anhang zur Geschichte der Soziographie. 19. Druck, Frankfurt a.M. 2006.
Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung. 11. Aufl., Opladen 2006.
Opp, Karl-Dieter: Methodologie der Sozialwissenschaften. 6. Aufl., Opladen 2005.
Patzelt, Werner J. : Sozialwissenschaftliche Forschungslogik. Einführung. München 1986.
Schnell, Rainer / Hill, Paul B. / Esser, Elke: Methoden der empirischen Sozialforschung. 7. Aufl., München 2005.
Weins, Cornelia / Gehring, Uwe W.: Grundkurs Statistik für Politologen. 4. Aufl., Opladen 2004.

Nachschlagewerke:
König, René (Hrsg.): Handbuch der empirischen Sozialforschung. 3. Aufl., Stuttgart 1973.
Sage University Papers: Quantitative Applications in the Social Sciences.
Sage University Papers: Qualitative Research Methods.


Andreas Hallermann
Übung:  Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I
Mo. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Bedingungen für die Modulprüfung:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Literatur:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr


Jana Scheibach
Übung:  Übung Methoden der empirischen Sozialforschung I
Do. 12.00-14.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

BA-Modul(e): 1.4 Methoden I / Statistik I ,  ECTS BA:  HF - 4  

s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Bedingungen für die Modulprüfung:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr

Literatur:
s. Ü Methoden-I Mo 12-14 Uhr


P3 Soziologische Theorie Einführung


Jörg Oberthür
Übung:  Einführung in die soziologische Theorie: Max Weber und Emile Durkheim
Di. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 8 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 6  

Max Weber und Emile Durkheim zählen zu den "Gründervätern" der soziologischen Disziplin und haben entscheidende Beiträge zur Entwicklung einer modernen und umfassenden Gesellschaftstheorie geleistet. Ihre Analysen moderner Gesellschaften beinhalten unterschiedliche Sichtweisen auf vergleichbare Problemstellungen, so dass eine Gegenüberstellung beider Ansätze sowohl einen Zugang zu allgemeinen soziologischen Fragestellungen eröffnet, als auch die Sensibilität für Theorieprobleme schärfen kann. Insbesondere soll gefragt werden, wie in der Perspektive beider Theorien das Problem gesellschaftlicher Integration vor dem Hintergrund von Rationalisierungs-, Differenzierungs- und Individualisierungsprozessen aufgegriffen wird. Grundlage hierfür ist die intensive Lektüre von Webers Protestantischer Ethik und Durkheims Buch "Über soziale Arbeitsteilung".

Bedingungen für die Modulprüfung:
Bachelor (Übung): Klausur zur Vorlesung; Magister (Proseminar PS1): Hausarbeit 15 Seiten (6 CP); Magister (Proseminar PS2): 2 Essays 5 Seiten (4 CP)

Literatur:
Weber, M.: Wissenschaft als Beruf, in: Ders., Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, hg. von Johannes Winckelmann, 7. Aufl., Tübingen 1922; S.582-613.
Weber, M.: Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, hg. von Johannes Winckelmann, Gütersloh 1991.
Durkheim, E.: Über soziale Arbeitsteilung, Frankfurt/M. 1988.


P3 Soziologische Theorie Proseminar


Peter Bescherer
Proseminar:  Kritische Theorie und Soziale Frage
Do. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 223 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Mit der Durchsetzung des industriellen Kapitalismus trat ein Widerspruch zu Tage, der noch für heutige Gesellschaften aktuell ist: Kapitalisten/Arbeitnehmer haben das Interesse, die von ihnen angekaufte Arbeitskraft möglichst produktiv einzusetzen, Proletarier/Arbeitgeber haben das Interesse, ihre Arbeitskraft auf angemessenem Niveau zu reproduzieren. Oder mit den Worten von Marx: es "enthält also die Wertbestimmung der Arbeitskraft ein historisches und moralisches Element". Die damit bezeichnete 'soziale Frage' war ausschlaggebend für die Entwicklung der kritischen Theorie der Gesellschaft, hat aber in der weiteren Theorieentwicklung Umgewichtungen und Bedeutungsverschiebungen erfahren. Diesen will das Seminar nachgehen. Zunächst werden der Sachgehalt der 'sozialen Frage' und das Selbstverständnis kritischer Theorie geklärt. Anhand verschiedener Beiträge aus der kritischen Theorie der letzten 150 Jahre soll anschließend der Stellenwert der sozialen Frage für Gesellschaftskritik diskutiert werden.

Literatur:
Castel, R. (2000): Die Metamorphosen der sozialen Frage. Eine Chronik der Lohnarbeit. Konstanz: UVK.
Demirović, A. (2004): Der Zeitkern der Wahrheit. Zur Forschungslogik kritischer Gesellschaftstheorie. In: Beerhorst, J./A. Demirović/M. Guggemos (Hrsg.): Kritische Theorie im gesellschaftlichen Strukturwandel. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 475-499.
Pankoke, E. (2006): Soziale Frage. In: Schäfers, B./J. Knopp (Hrsg.): Grundbegriffe der Soziologie. 9., grundlegend überarbeitete und aktualisierte Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 258-263.
Steinert, H. (2007): Das Verhängnis der Gesellschaft und das Glück der Erkenntnis. Dialektik der Aufklärung als Forschungsprogramm. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 152-211.


Sabine Ernst
Proseminar:  Konflikte
Mo. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Ob in politischen Auseinandersetzungen, in Organisationskulturen oder im Miteinander der Geschlechter – Konflikte gehören in beinahe allen gesellschaftlichen Bereichen zum Alltag. Für ein angemessenes Verständnis sozialer Praxiszusammenhänge ist daher die Analyse ihrer unterschiedlichen Erscheinungsformen und Verlaufsdynamiken unverzichtbar.
Das Seminar beschäftigt sich mit dem sozialen Phänomen des Konflikts, seinen Ursachen, Eskalationsstufen und Bewältigungspotentialen. Ausgehend von der Analyse konkreter Einzelfälle (Paar- und Gruppenkonflikte) wird im Laufe des Seminars ein Verständnis für größere Konfliktzusammenhänge angestrebt.
Grundlage des im Seminar favorisierten niedrigschwelligen Konfliktverständnisses bilden dabei systemisch-konstruktivistische Kommunikationstheorien, welche in praxisnahen Übungen und Simulationen vermittelt werden. Diese Übungen dienen neben der Veranschaulichung von Kommunikationsmodellen auch der Selbstreflektion und Schulung methodischer Kompetenzen der Teilnehmer.

Literatur:
Friedrich Glasl; Konfliktmanagement. Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater, 8. Aufl., Berlin 2004.
Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don. D. Jackson: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien, Bern, Stuttgart, Toronto 1990.
Friedemann Schultz von Thun: Miteinander Reden 1: Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Reinbek 1981.


Jan Freitag
Proseminar:  Stadtsoziologie
Di. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 226 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Zunehmende Urbanisierung im 19. Jahrhundert führte zu einer neuen gesellschaftlichen Situation. Die städtische Lebensweise meint nun nicht allein eine andere gegenüber der Ländlichen, sondern avanciert zur bestimmenden Vergesellschaftungsform. Was seitdem als moderne Urbanität beschrieben werden kann, verweist auf einen eigenständigen Sozialcharakter. Doch die Entstehung der modernen Großstadt hatte nicht nur eine völlig neue, metropolitane soziale Verkehrsform massenhaft freigesetzter Indivi¬duen zur Folge, sondern die Erfahrung der städtischen Massen verdichtet sich bis heute zu einem Brennpunkt sozialer Probleme. In einer historisch-systematischen Perspektive soll damit im Seminar der Frage nach der städtischen Lebensform genauer nachgegangen werden.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Regelmäßige und aktive Teilnahme, Übernahme einer mündlichen Seminarleistung und Verfassen einer Hausarbeit (15 S.).

Literatur:
Hartmut Häußermann (Hg.): Großstadt. Soziologische Stichworte, Opladen 1998.


Lars Gertenbach
Proseminar:  Theodor W. Adorno und Walter Benjamin - Denkmotive Kritischer Theorie
Di. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Bedingungen für die Modulprüfung:
Regelmäßige und aktive Teilnahme, Übernahme einer mündlichen Seminarleistung und Verfassen einer Hausarbeit (15 S.).


Hartmut Rosa, David Strecker, Bohmann
Proseminar:  Lektürekurs: Charles Taylor. A Secular Age
Di. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Charles Taylor gilt als einer der bedeutendsten Sozialphilosophen der Gegenwart. Sein Werk erstreckt sich auf zahlreiche Felder wie die Gesellschaftstheorie, Ideengeschichte, Zeitdiagnose und Wissenschaftstheorie. Leitend bleibt dabei die Frage danach, wie wir, die Menschen der westlichen Moderne, zu denen geworden sind, die wir heute sind. Dabei geht es ihm darum, verschüttete Quellen unserer Identität freizulegen und unthematisierte Spannungen zwischen diesen zu benennen, um ein klareres Bild davon gewinnen zu können, was es hieße, ein gelingendes Leben zu führen. Hierzulande ist Taylor vor allem als Vertreter eines moderaten Kommunitarismus und durch sein monumentales Werk über die Quellen des Selbst bekannt geworden. Nun hat er ein weiteres magnum opus vorgelegt: A Secular Age versucht den Charakter unserer Epoche als eines säkularen Zeitalters zu entschlüsseln. Al eines der wichtigsten Bücher, die er je gelesen habe, hat Robert Bellah, einer der prominentesten lebenden Soziologen, Taylors neues Buch kürzlich bezeichnet, das wir in diesem Seminar gemeinsam lesen und diskutieren wollen. Diese Veranstaltung setzt die Bereitschaft zur intensiven Lektüre des bislang nur in englischer Sprache vorliegenden Buches voraus. Zur Vorbereitung auf das Seminar studieren Sie bitte: http://www.ssrc.org/blogs/immanent_frame/category/secular_age/

Bedingungen für die Modulprüfung:
Regelmäßige und aktive Teilnahme, Übernahme einer mündlichen Seminarleistung und Verfassen einer Hausarbeit (15 S.).


David Strecker
Proseminar:  Die Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas
Di. 12.00-14.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 113 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II,  2.3 Interaktion, Sozialisation und Kultur ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  

Jürgen Habermas gilt heute als einer der einflussreichsten deutschen Intellektuellen. Zudem ist er ein bedeutender Philosoph. Selten wird er dagegen als Soziologe bezeichnet. Dennoch rechnet Habermas heute zum Kanon der Soziologie. Sein Hauptwerk, die zweibändige Theorie des kommunikativen Handelns, stand schon bald nach ihrem Erscheinen 1981 im Ruf, ein moderner Klassiker der Gesellschaftstheorie zu sein. Die gemeinsame Lektüre dieses Werkes wird im Zentrum des Seminars stehen. Vorrangig wird es dabei darum gehen, Grundbegriffe der Theorie (wie Geltungsansprüche, kommunikatives Handeln, Lebenswelt) zu rekonstruieren und in ihrem Zusammenhang zu verstehen. Nicht vernachlässigt werden soll dabei die Frage, warum die TkH stark polarisiert hat und den einen als Verrat an der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule gilt, anderen dagegen als beispiellose Erneuerung linker Gesellschaftskritik. Teilnehmer und Teilnehmerinnen an diesem Seminar sollten das zweibändige Buch kaufen.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Regelmäßige und aktive Teilnahme, Übernahme einer mündlichen Seminarleistung und Verfassen einer Hausarbeit (15 S.).


u.a., Steiniger, Heiko
Proseminar:  Einführung in die Praxistheorie Pierre Bourdieus
Mo. 10.00-12.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 11 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II,  2.3 Interaktion, Sozialisation und Kultur ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  


Torsten Winkler
Proseminar:  Identitätskonstruktionen in der Spätmoderne
Di. 10.00-12.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 18 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 1.3 Grundzüge II ,  ECTS BA:  HF - 6   NF - 6  


Bernhard Wirth
Proseminar:  Ein Streit um die Wissenssoziologie - Karl Mannheim in der Weimarer Republik
Blockseminar   Beginn: 22.4.2008
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 281 

ECTS Magister:  HF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Es hat in den 20er Jahren typische wissenschaftliche Kontroversen gegeben, die wie in einem Brennglas die Widersprüche und Leistungen der Weimarer Kultur sammelten. Dazu gehört der Streit um die Wissenssoziologie, namentlich in ihrer von Karl Mannheim vorgelegten Fassung. In der wesentlich als Lektürekurs konzipierten Veranstaltung wird es sowohl um die innerdisziplinären Fragestellungen zur Reichweite soziologischer Erkenntnisansprüche als auch um einen Einblick in die geistige Situation der Weimarer Zeit gehen. Wir werden aber auch zu bedenken haben, dass zwar einige Diskussionsstränge inzwischen abgerissen oder beendet, andere jedoch in neuen Kontexten mit weitreichenden Wirkungen aktualisiert worden sind.

Die Vorbesprechung findet statt am 22. April 2008, 14.00 Uhr im Raum 2.81 statt.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Regelmäßige Teilnahme, 2 Essays

Literatur:
Mannheim, Ideologie und Utopie, Frankfurt a.M. 1995 (Bonn 1929)
Mannheim, Wissenssoziologie, Neuwied/Berlin 1964
Meja/Stehr (Hg), Der Streit um die Wissenssoziologie. 2 Bände. Frankfurt a.M. 1982


WP1 Arbeitsmarkt, Sozialstruktur und Politisches System


Christoph Köhler
Vorlesung:  Soziale Ungleichheit und Arbeitsmarktstruktur
Do. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Hauptgebäude, Hörsaal 145 

ECTS Magister:  HF - 2   NF - 2  

BA-Modul(e): 2.1 Arbeitsmarkt und Sozialstrukturanalyse ,  ECTS BA:  HF - 2   NF - 2  


Hermann Biehler
Proseminar:  Soziale Ungleichheit und Arbeitsmarktstruktur
Mo. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

BA-Modul(e): 2.1 Arbeitsmarkt und Sozialstrukturanalyse

Die Veranstaltung ergänzt die Vorlesung von Köhler.
Nähere Infos über Köhler dt. workspace.


Christoph Köhler
Proseminar:  Soziale Ungleichheit und Arbeitsmarktstruktur
Do. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 385 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.1 Arbeitsmarkt und Sozialstrukturanalyse ,  ECTS BA:  HF - 8   NF - 8  


Christoph Köhler
Proseminar:  Soziale Ungleichheit und Arbeitsmarktstruktur
Fr. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 317 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.1 Arbeitsmarkt und Sozialstrukturanalyse ,  ECTS BA:  HF - 8   NF - 8  


Matthias Neis
Proseminar:  Einführung in die Wissenschaftssoziologie
Di. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.1 Arbeitsmarkt und Sozialstrukturanalyse ,  ECTS BA:  HF - 8   NF - 8  

Bedingungen für die Modulprüfung:
Referat und Hausarbeit
Bedingungen für einen "Teilnahmeschein":
Referat oder 2 Essays


WP2 Wirtschaft, Arbeit, Organisation


Peter Bescherer, Bernd Röttger
Proseminar:  Westlicher Marxismus. Grundmuster und Entwicklungen
Blockseminar   Beginn: 23.04.2008
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 307 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Die russische Revolution 1917 markiert einen tiefen Einschnitt in der marxistischen Theoriebildung. Auf der einen Seite entfaltete sich im sozialistischen Weltsystem die Lehre eines Marxismus-Leninismus; auf der anderen Seite versuchten Theoretiker in den entwickelten kapitalistischen Ländern eine Weiterentwicklung des Marxismus, um die Stabilität und Dynamik kapitalistischer Herrschaft ergründen zu können. Der „westliche Marxismus", mit dem Namen wie Karl Korsch, Antonio Gramsci, Theodor W. Adorno oder Herbert Marcuse verbunden sind, ist bis heute auf das Engste mit einer kritisch-soziologischen Theoriebildung über die Verhältnisse von Arbeit und Gesellschaft, Wirtschaft und Politik oder Ökonomie und Kultur verwoben geblieben.
Anhand von ausgewählten Texten des „westlichen Marxismus" sollen die Grundmuster neomarxistischer Theoriebildung vor dem Hintergrund sozioökonomischer Entwicklungstendenzen des Kapitalismus erarbeitet werden.

Konstituierende Sitzung: Mittwoch, 23. April, 12-14h SR 307 CZ
Weitere Termine:
27.06. Freitag 14-20 Uhr SR 120 CZ
28.06. Samstag 09-14 Uhr SR 131 CZ
11.07. Freitag 14-20 Uhr SR 125 CZ
12.07. Samstag 09-14 Uhr SR 125 CZ

Bedingungen für die Modulprüfung:
Referat und Hausarbeit

Literatur:
Perry Anderson: Über den westlichen Marxismus. Frankfurt/M.: Syndikat Autoren- und Verlagsgesellschaft 1978.


Katharina Bluhm
Proseminar:  Soziologie der Erwerbsarbeit und der Berufe
Di. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 114 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Das Proseminar behandelt Erwerbsarbeit und Berufe als grundlegende Kategorien der Arbeits- und Industriesoziologie. Es beginnt mit einer historischen und analytischen Eingrenzung der Arbeit auf Erwerbsarbeit, die eine Ausgrenzung anderer Arbeitsformen (Hausarbeit, ehrenamtliches Engagement) aus dem Anerkennungssystem der Arbeitsgesellschaft zur Folge hatte. Das Seminar vermittelt zudem einen Überblick über historische Formen von Erwerbsarbeit. Auf diesen Grundkenntnissen aufbauend wendet es sich der sozialen Konstruktion von Berufen zu. Dazu gehören die historische Entstehung von Berufen, das Zusammenspiel von Beruf und Gender sowie die Debatte um die Zukunft von Beruf und Profession in der Ära nach dem Fordismus.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Referat, Hausarbeit oder Essay

Literatur:
Beck, U./Brater, M./Daheim, H.: Soziologie der Arbeit und der Berufe, Reinbek 1980
weitere Literatur wird am Beginn des Seminars bekannt gegeben


Ulrich Brinkmann
Proseminar:  Einführung in die Wirtschaftssoziologie
Mo. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 130 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in die Wirtschaftssoziologie. Schwerpunkt ist die Entwicklung der Disziplin seit den 80er Jahre, dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Heruasbildung der "economic sociology" gelegt.

Bedingungen für die Modulprüfung:
regelmäßige Teilnahme und Beteiligung, Vortrag, Hausarbeit

Literatur:
Smelser, Neil J./Richard Swedberg (Hg.) (2005): The handbook of economic sociology. 2nd edition. Princeton, NJ: Princeton Univ. Press.
Berger, Johannes (1999): Die Wirtschaft der modernen Gesellschaft. Strukturprobleme und Zukunftsperspektiven. Frankfurt a M: Campus.
Mikl-Horke, Gertraude (1999): Historische Soziologie der Wirtschaft. München: Oldenbourg.
Voelzkow, Helmut (2001): Wirtschaft und Arbeit im System des Kapitalismus In: Hans Joas (Hg.): Lehrbuch der Sozologie. Frankfurt a M/New York: Campus: 389-416.


Hajo Holst
Proseminar:  Einführung in die Industrie- und Arbeitssoziologie
Mi. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 225 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  


Karin Scherschel
Proseminar:  Ethnizität und Migration
Blockseminar   Beginn: 28.04.08
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 226 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Diskussionen um Zuwanderung, Integration, integrationsfähige und integrationsunfähige ethnische Minderheiten bestimmen in regelmäßigen Abständen politische Debatten. In solchen Diskussionen werden ethnische Gruppen als reale Kollektive mit fixen Wertesystemen behauptet.
Ziel des Seminars ist es, den TeilnehmerInnen eine Einführung in den soziologischen Wissensstand über Ethnizität und Migration zu geben. Verfolgt werden vor dem Hintergrund theoretischer und empirischer Analysen u.a. folgende Fragen: Welche politischen Prozesse tragen zur Konstruktion und Konstitution ethnischer Gruppen bei? Welche Bedeutung haben Migrationspolitiken für die Bildung ethnischer und nationaler Selbstvergewisserungsprozesse?

Termine:
Vorbesprechung 28.04. von 10-12 in SR 226 CZ-Straße.
5.7. und 12.7., SR 124 CZ-Straße,
18.-19.7, SR 225 CZ-Straße

Bedingungen für die Modulprüfung:
Hausarbeit, Referat und Essay, Absprache erfolgt zur ersten Sitzung
Bedingungen für einen "Teilnahmeschein":
schriftliche Zusammenfassung, Absprache zur ersten Sitzung


WP3 Interaktion, Sozialisation und Kultur


Dorett Funcke
Vorlesung:  Sozialisation und Familie
Do. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 6 

ECTS Magister:  HF - 2   NF - 2  

BA-Modul(e): 2.3 Interaktion, Sozialisation und Kultur ,  ECTS BA:  HF - 2   NF - 2  

Sozialisation und Familie

Gegenstand der Vorlesung ist die familiale Lebensform als Ort der sozialisatorischen Interaktion. Anhand von ausgewählten Texten werden zentrale Fragen wie die der Identitätsbildung, des generationellen Dialogs und des Zusammenlebens in alternativen familialen Formen diskutiert (Stieffamilie, Adoptionsfamilie, Pflegefamilie, Inseminationsfamilie, Ein-Eltern-Familie). Des Weiteren werden methodische Zugänge zum sozialen Phänomen Familie erörtert und zeitnahe Debatten in der Familiensoziologie einer kritischen Betrachtung unterzogen (Triadenkonzept, Dyadenkonzept).

Bedingungen für die Modulprüfung:
Klausur

Literatur:
Uwe Schmidt: Deutsche, 2002: Familiensoziologie. Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Huinink, Johannes/Konietzka, Dirk, 2007: Familiensoziologie. Eine Einführung.
Frankfurt am Main: Campus.
Hurrelmann, Klaus, 2006: Einführung in die Sozialisationstheorie. Weinheim: Beltz
(9. Auflage).


Anna Engelstädter
Proseminar:  Fallrekonstruktive Familienforschung
Di. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 4.119 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.3 Interaktion, Sozialisation und Kultur ,  ECTS BA:  HF - 8   NF - 8  


WP4 Gesellschaftsvergleich und Sozialer Wandel


Markus Ganter
Proseminar:  Wissensgesellschaft
Do. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Mit dem Begriff „Wissensgesellschaft“ sind seit einigen Jahren zahlreiche soziologische Gegenwartsdiagnosen etikettiert. Ihnen gemein ist die von Daniel Bell formulierte Annahme, dass im Übergang von einer Industrie- in eine Wissensgesellschaft „Wissen zu einer Produktivkraft [wird], die die klassischen wert- und wohlstandserzeugenden Faktoren wie Kapital, Arbeit und natürliche Ressourcen […] nach und nach ersetzt“. Unter solchen Voraussetzungen gewinnt der Faktor „Wissen“ auch für die soziale Reproduktion von Gesellschaft und die Beschreibung von sozialem Wandel an Bedeutung. Deutlich wird dies unter anderem an Reformprojekten im Bildungssystem, wie derzeit am Bolognaprozess beobachtet werden kann.
Im ersten Teil des Seminars werden zunächst einschlägige Begriffe, Konzepte und Argumentationslinien zur „Wissensgesellschaft“ erörtert. Im zweiten Teil des Seminars soll geprüft werden, inwieweit diese Perspektive zur Beschreibung und Erklärung der aktuellen Hochschulreform (Stichwort „Bolognaprozess“) herangezogen werden kann.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Für Bachelorstudierende: 2 Essays, für Magisterstudierende im Hauptfach: Hausarbeit, für Magisterstudierende im Nebenfach und Lehramt: 2 Essays.

Literatur:
Bell, D. (1973): Die nachindustrielle Gesellschaft, Frankfurt am Main.
Knoblauch, H. (2005): Wissenssoziologie, Konstanz, S. 256-286: Informations- und Wissensgesellschaft.
Stehr, N.(1994): Arbeit, Eigentum und Wissen. Zur Theorie von Wissensgesellschaften, Frankfurt am Main.
Bergsdorf, W.: Die Universität in der Wissensgesellschaft. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 26 (2002), S. 20-26.


Heidrun Osse
Proseminar:  Alter im Wandel
Di. 14.00-16.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 18 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

„Alt sind immer nur die Anderen!“ –Alter(n)sbilder in unserer Gesellschaft

Altern, Alter oder "Ageing" ist in den europäischen Gesellschaften zu einem bedeutsamen sozialpolitischen und kulturellen Thema geworden, da wir zunehmend in einer Gesellschaft leben, in der nicht mehr Kinder und junge, sondern ältere Menschen das gesellschaftliche Bild bestimmen. Das Alter ist heute nicht mehr nur die Restlebenszeit nach dem Erwerbsleben, sondern eine eigenständige, bedeutsame und oft lang andauernde Lebensphase.
Somit stellt sich die Frage nach der Entstehung und der Art der Bilder des Alter(n)s, die sich in gesellschaftlichen Diskussionen und in medialen Repräsentationen spiegeln. Denn jene Bilder bestimmen gesellschaftlich-politisches und individuelles Handeln. Welche Alter(n)sbilder entstehen aktuell neu? Dieser Frage wollen wir in unserem Proseminar nachgehen und uns eine möglichst differenzierte Sicht über den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Veränderung und individueller Gestaltung des Alter(n)s verschaffen, sowie Kenntnisse grundlegender Annahmen aus der wissenschaftlichen Alter(n)sforschung erwerben.

Bedingungen für die Modulprüfung:
Teilnahmebedingungen + HA oder mdl Prüfung (6ECTS)
Teilnahmebedingungen + 2 Essays (4 ECTS)

Literatur:
siehe Seminarplan


Björn Wagner
Proseminar:  Gesellschaftstransformation in Mittel- und Osteuropa
Mo. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 125 

ECTS Magister:  HF - 6   NF - 4  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  


Hauptstudium


Soziologische Theorie


Hartmut Rosa
Vorlesung:  Weltbeziehungen. Zur Soziologie moralischer Landkarten
Do. 12.00-14.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 2 

Die Veranstaltung nimmt die alte Tradition forschungsorientierter Vorlesungen wieder auf, deren Ziel nicht die unmittelbar prüfungsrelevante Lehrstoffvermittlung, sondern die kommunikative Ausarbeitung neuer Forschungsideen ist. Ausgehend vom Konzept der ‚Weltbeziehungen' eines Subjekts soll der Frage nachgegangen werden, auf welche Weise sich Subjekte In-die Welt-Gestellt fühlen, welche Varianten sich dabei beobachten lassen und welche Ursachen und Konsequenzen die beobachtbaren Differenzen jeweils haben. Zu vermuten ist dabei zunächst, dass sozialstrukturelle Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, weil es (gesellschaftsabhängig) einen Unterschied macht, ob man als Junge oder als Mädchen, als alter oder junger Mensch, als Armer oder Reicher, als Single oder als Eltern, als Moslem, Christ oder Agnostiker ‚in die Welt gestellt' ist. Den Differenzen soll dabei anhand von Faktoren wie Selbstwirksamkeit, Weltbejahung vs. Weltverneinung, aktive vs. passive Welthaltung, ‚normale existenzielle Problemdefinition', Weltverankerung vs. Ichverankerung, intrinsische vs. extrinsische Motivationsstruktur, Formen der Angst, Zeitkonzepte etc. nachgegangen werden. Solche Faktoren sollen anhand soziologischer und sozialpsychologischer Grundlagenliteratur (Weber, Habermas, Gerhard Schulze, Bourdieu, Schütz, Taylor etc.) definiert und dann tendenziell operationalisiert werden. Dabei ist davon auszugehen, dass die Weltbeziehung eines Subjekts von emotionalen, kognitiven und evaluativen Elementen gemeinsam bestimmt wird. In ihrem Zusammenspiel definieren sie, ob sich Menschen in der Welt eher ‚getragen' oder in sie ‚geworfen' fühlen. Die Vorlesung verfolgt dabei durchaus auch ein normatives Anliegen: Gefragt werden soll danach, ob sich gelingende Formen der Weltbeziehung von ‚pathologischen' Varianten unterscheiden lassen und ob sich darüber ein neues Konzept von ‚Lebensqualität' definieren lässt, dass nicht a priori auf materiellen Wohlstand und soziale Optionenvielfalt rekurriert. Dem Konzept der ‚Entfremdung' könnte dabei eine Schlüsselrolle zukommen, weil es in der Soziologie zur Chiffre für gestörte Weltbeziehungen geworden ist. Am Ende der Vorlesung soll dann der Frage nachgegangen werden, wie die spätmodernen Globalisierungs- und Beschleunigungstendenzen die Art der Weltbeziehung der Subjekte insgesamt verändern.
Zu welchem Ergebnis die Vorlesung gelangen wird, ist dabei durchaus noch offen. Studierende aller Semester und Fächer, vornehmlich aber Studierende im Hauptstudium, sind dazu eingeladen, sich mit auf die Entdeckungsreise zu begeben.

Literatur:
Charles Taylor, Was ist menschliches Handeln? In: Ders.: Negative Freiheit? Zur Kritik des neuzeitlichen Individualismus, Hg. von Axel Honneth, Frankfurt/M.: Campus 1988, S. 9-51.


Jan Freitag
Hauptseminar:  Theorie und Kritik der Souveränität
Blockseminar
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

Unbeschadet aller semantischen Aufladungen ist der Begriff der Souveränität zunächst einmal ein spezifisch staatsrechtlicher Begriff; doch als Kategorie des Äußersten ist er auch ein soziologischer. Gerade die Vorgeschichte des modernen Souveränitätsbegriffs zeigt, dass es sich um einen politischen Begriff handelt. Als Antwort auf die europäischen Bürgerkriege ist das neuzeitliche Konzept von Souveränität gleichsam ein Versuch der Ordnungsstiftung gegen das politische Chaos. Letztlich ist sowohl das neuzeitliche Projekt der ordnungsstiftenden Selbsterhaltung als auch das moderne emanzipatorische Projekt der Selbstentfaltung an eine bestimmte Souveränität gekoppelt. Und so verweist auch das moderne Souveränitätskonzept bis in seine prominenteste Deutung bei Carl Schmitt auf eine absolute Definitionsmacht wie auf eine absolute Handlungsmacht hin.
Das Seminar setzt sich zum Ziel anhand einer historischen Perspektive die strukturelle soziale Funktion moderner Souveränitätsvorstellung und ihrer kritischen Gegenbewegung nachzuzeichnen.

Blockseminar: 27./28.06. sowie 04./05.07 jeweils Freitag von 14:00 – 19:30 und Sonnabend von 10:00 – 13:30, 15:00 – 18:30
Vorbereitungstreffen: 29.05. 2008


Michael Kauppert, Kosellek, Barth
Hauptseminar:  Die Moral der Gesellschaft
Mo. 14.00-18.00 Uhr  (14-täglich)   Beginn: 21.04.2008
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 23 

Unter dem Titel "Die Moral der Gesellschaft" erscheint druckfrisch zu Seminarbeginn ein Buch, in dem die wichtigsten Aufsätze von Niklas Luhmann zu einer (Reflexions-) Theorie der Moral versammelt sind. Luhmann geht dabei der Frage nach, wie sich Moral nicht von ihrer Substanz her verstehen, sondern ihrer Funktion nach beobachten läßt. Im Seminar sollen die dargebotenen Argumentationszüge diskutiert und die Rolle der Moral für eine funktional differenzierte Gesellschaft mit deren Teilsystemen herausgearbeitet werden. Für das Gelingen dieses Vorhabens notwendig sind sowohl grundlegende Vorkenntnisse im Bereich der soziologischen Systemtheorie, als auch eine hohe Bereitschaft, sich mit den zur Debatte stehenden Texten intensiv auseinander zu setzen.

Das Seminar wird übergreifend an den Instituten für Soziologie und Erziehungswissenschaft angeboten.



Bedingungen für den Leistungsschein "Soziologische Theorie":
Aktive Teilnahme im Seminar, die Teilnahme an einer Expertengruppe, schriftliche Hausarbeit

Literatur:
Luhmann, N., 2008: Die Moral der Gesellschaft. Herausgegeben von Detlef Horster. Frankfurt am Main: Suhrkamp
Luhmann, N./Spaemann, R., 2001: Paradigm Lost. Über die ethische Reflexion der Moral. Frankfurt am MainPfürtner, St. H., 1978: Zur wissenschaftstheoretischen Begründung der Moral. In: Luhmann, N./Pfürtner, St. H.: Theorietechnik und Moral. Frankfurt am Main, 176 -267


Michael Kauppert
Hauptseminar:  Symbolik und Gesellschaft
Mi. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 

Ungeachtet seiner häufigen Verwendung in soziologischen Theorien ist es bisher weitgehend ungeklärt, wie man aus der Rede von einem „symbolischen Gehalt der sozialen Welt“ einen empirischen Gewinn für konkrete Gesellschaftsanalysen ableiten kann. Das Seminar versucht, diesen Misstand dadurch abzumildern, indem

1. es sich zunächst die weitgespannte Bedeutung des Symbolischen im verschiedenen Theoriekontexten vor Augen hält,

2. es dabei einen Schwerpunkt auf soziologische und ethnologische Symboltheorien legt

3. es nach Operationalisierungen fragt, die sich an konkreten Untersuchungsobjekten bewähren.

Bedingungen für den Leistungsschein "Soziologische Theorie":
Schriftliche Hausarbeit

Literatur:
Eckard Rolf (2006): Symboltheorien. Der Symbolbegriff im Theoriekontext. Berlin, New York: Walter de Gruyter,


Stephan Lorenz
Hauptseminar:  Prozeduralität als ‚nachmetaphysisches’ Paradigma?
Fr. 8.00-12.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

Wenn metaphysische Gewissheiten nicht mehr (er-) tragen (werden), daraus aber kein ‚anything goes’ folgt, dann stellt sich die Frage nach tatsächlich tragfähigen und überzeugenden Möglichkeiten der Strukturbildung. In den Fokus rücken dann insbesondere Prozesse, Verhandlungen und Verfahren. Im Seminar werden dazu unterschiedliche theoretische bzw. methodologische Texte bearbeitet (u.a. N.Luhmann, J.Habermas, B.Latour, A.Strauss).


Jörg Oberthür
Hauptseminar:  Soziologie der Macht
Blockseminar
Ort: Hauptgebäude, Hörsaal 144 

Das Verhältnis von Struktur und Handlung bildet eine zentrale Problemstellung soziologischer Theorien. Obwohl eine Vielzahl von Fragen im Hinblick auf diese Unterscheidung diskutiert werden können, ist es insbesondere der Begriff der Macht, an dem sich die Verschiebung der soziologischen Perspektive ablesen lässt. Während die eher "klassischen", handlungstheoretischen Versuche einer Machtsoziologie noch an der Vorstellung von Subjekten als Trägern und Adressaten von Macht ansetzten und in diesem Zusammenhang auch Fragen mit kritisch-normativem Gehalt aufgeworfen hatten, wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorwiegend "strukturalistische" bzw. strukturtheoretische Kategorisierungen entwickelt. Im Zuge des damit einhergehenden Prozesses der theoretischen Auflösung naiver Subjektvorstellungen erwächst die Frage nach den verbleibenden Fundierungsmöglichkeiten einer Machtkritik. Zudem muss aber diskutiert werden, welchen Erkenntniswert generalisierende Lesarten der Macht versprechen, die sich scheinbar durch Grundbegriffe wie "Ordnung", "Sozialisierung" und "Normierung" ersetzen lassen. Aus dieser Situation heraus werden gegenwärtig "praxistheoretische" Theorieansätze entwickelt, die nicht nur die Handlungs- und Strukturdimension auf innovative Weise zu integrieren und damit einen gehaltvollen Machtbegriff zu retten versuchen, sondern darüber hinaus auch Perspektiven einer Kritik sozialer Verhältnisse (wieder-)eröffnen. Im Seminar soll entsprechend der Verlauf der soziologischen Debatte um den Machtbegriff bis in die Gegenwart rekonstruiert, in den Kontext allgemeiner Theorieströmungen eingeordnet und schließlich auf die Frage bezogen werden, inwieweit aktuell eine soziologisch fundierte Herrschafts- und Gesellschaftskritik möglich ist.

Vorbesprechung zur Terminklärung und Referatsvergabe am 28.4.08, 10-12 Uhr, UHG HS 144

Bedingungen für den Leistungsschein "Soziologische Theorie":
Referat und Hausarbeit

Literatur:
Clegg, S. (1989): Frameworks of Power. London.
Lukes, S. (1978). Power: A Radical View. London
Imbusch, P. (1998). Macht und Herrschaft. Opladen.


David Strecker
Hauptseminar:  Between Autonomous Agents and Cultural Dopes: Current Contributions to the Debate on Structure and Action
Di. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

It is a commonplace in sociology that the problem of order is at the heart of the discipline. Sociology originated at a time when it became obvious that society’s integration is precarious. At a time when tradition had apparently lost its grip on the individuals and society had turned dynamic it became evident that one could not simply assume the uncoordinated actions of diverse individuals to be synchronized and to allow for the stable reproduction of social structures. To this day the problem of how to understand the relation of structure and action remains unsolved. If one excludes simplistic answers which conceive of society’s members as cultural or social dopes or which, in contrast, make social structures the sole result of intentional action, then the question becomes one of degrees of autonomy: How autonomous are social actors in the process of societal reproduction? Which degree of freedom and coercion is involved here? Taking the positions of Anthony Giddens and Pierre Bourdieu as a starting point, we will discuss current contributions to this ongoing debate.


Spezielle Soziologien


Heinrich Best
Vorlesung:  Politische Soziologie
Do. 10.00-12.00 Uhr    Beginn: 24.04.2008
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9 

Gliederung
24.04. Politische Soziologie als Soziologie politischen Handelns in repräsentativen Demokratien
15.05. Theorien des Wählerverhaltens und Methoden der Wahlforschung
22.05. Konstanz und Wandel im deutschen Wählerverhalten 1871-2008
29.05. Determinanten des Wählerverhaltens
05.06. Entstehung und Wandel von Parteien und Parteiensystemen
12.06. Parteien und Gesellschaft: Rekrutierung, Konkurrenz und Responsivität
19.06. Demokratische Elitenherrschaft? Das ‚eherne Gesetz der Oligarchie’ und der Konkurrenzkampf um die Macht
26.06. Der langfristige Wandel politischer Eliten 1848-2008: Deutschland im europäischen Vergleich
03.07. Elitenorientierungen und Elitenhandeln
17.07. Die Zukunft der repräsentativen Demokratie

Literatur:
Alemann, U. v. (1990), Parteien und Gesellschaft in der Bundesrepublik. Rekrutierung, Konkurrenz und Responsivität, in: H. Oberreuter u. R. Mintzel (Hg.), Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, München, 84-125.
Bach; M. (2004), Denken Soziologen anders über Politik als Politikwissenschaftler? Zur Eigenständigkeit der politischen Soziologie, in: Soziologie 33 H. 2, 17-34.
Best, H. (2007), New Challenges, New Elites? Changes in the Recruitment and Career Patterns of European Representative Elites, in: Comparative Sociology, Vol. 6 No. 1-2, 85-113.
Best, H. (2007), Cleavage Representation in European Parliamentary History, in: M. Cotta u. H. Best (eds.), Democratic Representation in Europe. Diversity, Change, and Convergence, Oxford University Press: Oxford U.K.
Best, H., Hausmann, Ch. u. Schmitt, K. (2000), Challenges, Failures and Final Success: The Winding Path of German Parliamentary Leadership Groups towards a Structurally Integrated Elite, in: H. Best u. M. Cotta (eds.), Parliamentary Representative in Europe 1848-2000. Legislative Recruitment and Careers in eleven European Countries 1848-2000, Oxford University Press. Oxford U.K.
Bürklin, W. u. Klein, M., Wahlen und Wählerverhalten. Eine Einführung, 2. Aufl. Westdeutscher Verlag: Opladen 1998.
Ebbinghausen, R. (1981), Politische Soziologie. Zur Geschichte und Ortsbestimmung. Westdeutscher Verlag: Opladen.
Falter, J.W. u. Schön H. (Hg.) (2005), Handbuch Wahlforschung, VS Verlag: Wiesbaden.
Kißler, L. 2007), Politische Soziologie. Grundlagen einer Demokratiewissenschaft, UKV: Konstanz.
Mair, P. (1997), Party System Change. Approaches and Interpretations, Clarendon Press: Oxford.
Rokkan, St. (2000), Staat,Nation und Demokratie in Europa, Surhkamp: Frankfurt a.M.
Sartori, G. (1976), Parties and Party Systems. A Framework for Analysis, Cambridge/Mass.


Heinrich Best, Michael Edinger
Hauptseminar:  Democracy in Transformation Societies - Demokratie in Transformationsgesellschaften
Di. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 


Hermann Biehler
Hauptseminar:  Generalisierung von Beschäftigungsrisiken oder Arbeitsmarktspaltung? Theoretische und empirische Befunde.
Blockseminar
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 281 

Nächstes Treffen am 17.6.08 18.15 in CZS 2.81.
Literatur zur Vorbereitung auf dt-workspace.


Katharina Bluhm
Hauptseminar:  Soziales Kapital - Theorien und Diagnosen
Di. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

Die Ausstattung von Individuen und Gesellschaften mit sozialem Kapital ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Forschungsfeld der Ungleichheits- und Demokratieforschung geworden. Diese beiden höchst unterschiedlichen Themenbereiche reflektieren die Spannbreite der Theorien, die den Begriff des sozialen Kapitals verwenden. Während Pierre Bourdieu soziales Kapital vor allem als eine individuelle Ressource begreift, sehen James Coleman und Robert Putnam in ihr auch eine kollektive Ressource. Das Seminar stellt die wichtigsten Konzepte zum sozialen Kapital vor und debattiert unterschiedliche Anwendungsfelder, etwa in der Ungleichheitsforschung, der Wirtschaftssoziologie (Märkte und soziales Kapital), der Arbeitsmarkt- und Migrationsforschung und bei der Erforschung der demokratietheoretischen Relevanz von bürgerschaftlichem Engagement.

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
Referat und Hausarbeit

Literatur:
Bourdieu, P. (1982): Ökonomisches Kapital - kulturelles Kapital - soziales Kapital in: Die verborgenen Mechanismen der Macht, Hamburg, 49-79.
Coleman, J (1995/verschiedene Ausgaben): Grundlagen der Sozialtheorie, Bd. 1 Kapitel. Oldenburg: Scientia Nova
Putnam, R. D.(1995): Bowling Alone: America’s Declining Social Capital, Journal of Democracy 6, 65-78.
Putnam, R.D. (1993): Making Democracy Work. Civic Traditions in Modern Italy, Princeton: Princeton University Press.
Putnam, R.D. (1996): The Strange Disappearance of Civic America, The American Prospects 24 (Winter), 34-48
Putnam, R.D. (Hg.): Gesellschaft und Gemeinsinn. Sozialkapital im internationalen Vergleich, Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung: Darin Länderbeispiele: England, Schweden, Frankreich, Deutschland, USA
weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben


Katharina Bluhm
Hauptseminar:  Konsumsoziologie
Mi. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 2, Seminarraum 274 

Das Seminar gibt einen Überblick über die Entwicklung der Marken- und Konsumsoziologie mit historischen und systematischen Bezug. Beginnend mit Veblen und Simmel werden der Zusammenhang von Konsum und gesellschaftliche Schichtung, der Wandel der Marke und der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden, die Herausbildung und Wandel der Konsumgesellschaft sowie die Moralisierung der Märkte und die Macht der Konsumenten diskutiert. Das Seminar ordnet sich in den Schwerpunkt Wirtschaft, Arbeit, Organisation ein. Der Besuch eines Proseminars in diesem Bereich wird vorausgesetzt.

Teilnahmebedingung: aktive Mitarbeit und mündlicher Beitrag in Form eines Kommentars oder einer Textpräsentation.

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
Referat oder 2 Essays und Hausarbeit


Karl Friedrich Bohler, Anna Engelstädter
Hauptseminar:  Analyse sozialer Arbeit und Beratung in der Erziehungshilfe
Fr. 10.00-14.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 


Ulrich Brinkmann
Hauptseminar:  Values at Work. Organizations and Culture
Di. 8.00-10.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 314 

This course deals with the the complex of economic culture, corporate culture and the organizational implications of current processes of market-centered capitalism.
The course will be in English.

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
regelmäßige Teilnahme und Beteiligung, Vortrag, Hausarbeit

Literatur:
DiMaggio, Paul J. (1994): Culture and Economy In: Neil J. Smelser/Richard Swedberg (Hg.): The handbook of economic sociology. Princeton, NJ: Princeton Univ. Press: 27-57.
Hofstede, Geert (2003): Cultures and organizations: software of the mind. London: Profile Books.


Klaus Dörre, Godehard Neumann
Hauptseminar:  Soziologische Diskurse und Kernfragen der Globalisierung II
Blockseminar   Beginn: 15.04.2008
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 9 

Bearbeitet werden sollen die Diskurse
- von der Globalisierung als Beginn der „Zweiten“ Moderne oder dem Niedergang der Moderne
- vom Neuer Imperialismus als innerer und äußerer Landnahme
- von den raumzeitliche Bedingungen und technologischen Treibern der Internationalisierung
- von der der globalen Dimension des finanzmarktgetriebenen flexiblen Produktionsmodells
- vom Wettbewerbsregionalismus und vom Mainstream der Clusterstrategien

In dem Folgeseminar zum WS 2007/2008 werden wir uns eingehend mit den Fragen nach der soziopolitischen Bestimmung der Globalisierung (Entwicklungsschritt oder Ende eines Zeitalters), der Neuordnung der internationalen Arbeitsteilung und dem Aufkommen eines neuen Regionalismus (Dialektik von globalen Wettbewerbstrends, Standortpolitiken und Unternehmensentscheidungen) beschäftigen.
Geklärt werden sollen auch zentrale Begriffe der Diskussion wie „Kommodifizierung und Inwertsetzung“, „Embedding und Disembedding“ oder „Time-Space-Compression“ und in ihren Funktionszusammenhang gestellt werden.

Anmeldung erfolgt online über LSF, Literatur und Themenplan über das DT-Workspace

15.04.08, 12-14 Uhr CZS HS 5, Einführungsveranstaltung mit Referatsvergabe

weiter in der CZS HS9
1. Wochenende Freitag / Samstag
16.05.2008 15.00 - 18.00
17.05.2008 09.00 - 12.00 und 13.00 - 17.30

2. Wochenende Freitag / Samstag
06.06.2008 15.00 - 18.00
07.06.2008 09.00 - 12.00 und 13.00 - 17.30

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
regelmäßige und aktive Teilnahme, Übernahme eines Referates und Verfassen einer Hausarbeit

Literatur:
Giddens, Anthony: Konsequenzen der Moderne, Frankfurt/Main 1995
Beck, Ulrich: Was ist Globalisierung? Frankfurt/Main 1997
Albrow, Martin: Das globale Zeitalter, Frankfurt/Main 2007
Altvater, Elmar; Mahnkopf, Birgit: Grenzen der Globalisierung, Münster 1996
Altvater, Elmar: Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, Münster 2005
Dörre, Klaus; Brinkmann, Ulrich: Finanzmarkt-Kapitalismus: Triebkraft eines flexiblen Produktionsmodells? In: Windolf, Paul: Finanzmarktkapitalismus. Analysen zum Wandel von Produktionsregimen, KZfSS, Sonderheft 45 (2005), S.85-116
Frank, Stefan (Hrsg.): What’s new economy? Hamburg 2007
Harvey, David: Der neue Imperialismus, Hamburg 2004
Dörre, Klau; Röttger, Bernd unter der Mitarbeit von Karin Beese: Im Schatten der
Globalisierung, Wiesbaden 2006
Porter, Michael E.: On Competition, Boston 1998
Porter, Michael E.: The Competitive Advantage of Nations, New York 1990
Kleinfeld, Ralf: Regional Governance in Theorie und Praxis – eine vergleichende Zwischenbilanz, 2 Bände, Göttingen 2006


Klaus Dörre
Hauptseminar:  Entsteht eine „neue Unterschicht“?
Di. 10.00-12.00 Uhr    Beginn: 15.04.08
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

Anmeldung erfolgt online über LSF (incl. emailadresse!); Literatur und Themenplan; Infos/Änderungen über das DT-Workspace.

Das Seminar bietet ein Forum, um Themen aus der Vorlesung „Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik“ vertiefend zu behandeln. Eine Teilnahme ist aber auch unabhängig vom Besuch der Vorlesung möglich. In Zentrum der Diskussion soll die Frage nach der Herausbildung einer „neuen Unterschicht“ stehen. Das Konstrukt „Unterschicht“ soll theoretisch ausgeleuchtet und anhand einschlägiger empirischer Befunde hinterfragt werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Chance geboten werden, empirisches Primärmaterial aus dem B9-Projekt des SFB 580, „Eigensinnige Kunden“, zu interpretieren. Die Veranstaltung hat den Charakter eines Forschungsseminars, dass theoretische Erkenntnisse und Konzepte auf empirische Phänomene anzuwenden sucht.

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
L-Schein: Referat oder 2 Essay und Hausarbeit, Abgabe bei Frau Grosser/Sekretariat

Literatur:
Literatur:
Bosch, G./Weinkopf, C. (2006), Gesetzliche Mindestlöhne auch in Deutschland? Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn.
Bundesregierung (2001): Lebenslagen in Deutschland. Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (Kurzfassung). Berlin.
Bourdieu, P. (2000), Die zwei Gesichter der Arbeit. Konstanz.
Brinkmann, U./Dörre, K./Röbenack, S. (2006), Prekäre Arbeit. Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und politische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. Eine Expertise. Bonn.
Bude, H./Willisch, A. (Hrsg.) (2006), Das Problem der Exklusion. Ausgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige. Hamburg.
Castel, R. (2007), Jenseits derLohnarbeit und unterhalb der Beschäftigung? Die Institutionalisierung des Prekariats. In: kultuRRevolution. Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie, Nr. 52, 1/2007: 6-15.
Castel, R. (2005), Die Stärkung des Sozialen. Leben im neuen Wohlfahrtsstaat. Hamburg.
Ehrenreich, B. (1992), Angst vor dem Absturz. Das Dilemma der Mittelklasse. München.
European Comission (2004), DG for Employment and Social Affairs: Employment in Europe 2004. Luxembourg
Hamann, F.; Nullmeier, F. (2006), Zum „Wandel von Sozialstruktur und Politik in Deutschland“. In: Vorgänge 176. Heft 4: Dezember 2006: 5-12
Lessenich, S./Nullmeier, F. (Hrsg.) (2006), Deutschland – eine gespaltene Gesellschaft. Frankfurt.
Kronauer, M.: (2006): ‚Exklusion als Kategorie einer kritischen Gesellschaftsanalyse. Vorschläge für die anstehende Debatte. In: Bude/Willisch (Hrsg.), a.a.O.: 27-45.
Mooser, J. (1984): Arbeiterleben in Deutschland 1900-1970. Frankfurt/M.
Murray, Ch. (1990), The Emerging British Underclass. London.
Neugebauer, G. (2007): Politische Milieus in Deutschland. Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn.
Nolte, P. (2006), Riskante Moderne. Die deutschen und der Neue Kapitalismus. München.
Silver, B. J. (2005), Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870. Berlin.


Hans-Joachim Giegel
Hauptseminar:  Zeitgeist und Ausdrucksform - Ästhetik und Komposition im frühen 20. Jahrhundert
Mi. 13.00-15.00 Uhr
Ort: HfM Weimar, HZ am Horn, Seminarraum  

Die Herausbildung der Neuen Musik des frühen 20. Jahrhunderts ist durch ein großes Interesse der Komponisten an zeitgenössischer, teilweise noch unbekannter Dichtung und Malerei auffällig geprägt, deren Werke wiederum kultursoziologisch unter anderem von Georg Simmel als angemessener Ausdruck der Zeit reflektiert wurden. Wie also prägen bestimmte Werke einen Zeitgeist und - umgekehrt - welcher Zeitgeist prägt bestimmte Werke? Können wir heute jene Werke angemessen verstehen, wenn wir nicht mehr jenen Zeitgeist kennen, den jene Werke prägten oder durch den sie geprägt wurden? Kultursoziologische Schriften und Werke bzw. Kompositionen des frühen 20. Jahrhunderts sollen daher in sich wechselseitig erhellenden Perspektiven untersucht werden.


Michael Hofmann
Hauptseminar:  Respektabilität und Distinktion. Statuskämpfe in sozialen Milieus
Do. 14.00-18.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 22 

Bedingungen für den Leistungsschein "Spezielle Soziologie":
Essay oder Referat und Belegarbeit


Stephan Lessenich, Borchert, Jens
Hauptseminar:  Staat und Gesellschaft im Spätkapitalismus
Blockseminar   Beginn: 09.04.2008
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 

Im Jahr 1972 erschien Claus Offes Text über die "Strukturprobleme des kapitalistischen Staates". Er prägte die damalige Debatte um den demokratischen Kapitalismus, seine Entwicklung und seine Krisendynamik, wie kaum ein anderes Buch. Doch als die Funktionsprobleme des Wohlfahrtsstaates immer offenkundiger wurden, war Offes Ansatz schon wieder von der Bildfläche politisch-soziologischer Kontroversen verschwunden. Das Seminar möchte auf der Grundlage einer erweiterten Neuausgabe des damaligen Bandes die erstaunlich aktuelle "Spätkapitalismus"-Theorie Claus Offes wieder neu zugänglich machen. Denn die gegenwärtigen Umbrüche von Staat und Gesellschaft zeigen, wie treffend Offes frühe Analysen waren - und wie gewinnbringend deren aktualisierende Wiederentdeckung sein kann.

Die Veranstaltung wird als Blockseminar in Jena (11./12.7.08) und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main (31.5./1.6.08) durchgeführt. Entsprechend ist die Teilnehmerzahl auf ein praktikables Maß beschränkt. Exkursionsmittel als Zuschüsse zu den Reisekosten sind bei der Fakultät beantragt.
Eine erste Vorbesprechung findet am 9.4., 10 Uhr, in SR 274 statt (bitte zeitnah auch auf Aushänge achten).


Steffen Schmidt
Hauptseminar:  Wissenssoziologie
Blockseminar
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 281 

Im Seminar werden grundlegende Texte zur Wissenssoziologie behandelt (z. B. Karl Mannheim, Alfred Schütz, Peter L. Berger, Thomas Luckmann, Hans-Georg Soeffner). Bedingung für die Teilnahme ist die vorherige gründliche Lektüre der Texte sowie die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit im Seminar (Übernahme eines Kurzreferats usw.).

Zur sofortigen Vorbereitung auf die Veranstaltung lohnt sich zu lesen:
Hubert Knoblauch. Wissenssoziologie. Konstanz 2005.

Das Blockseminar findet voraussichtlich vom 16. bis 18. Mai 2008 (Freitag bis Sonntag) statt.

Informationen über die zu lesenden Texte finden Sie demnächst auf den Seiten von dt.workspace (dort bitte auch anmelden!).

Die Vorbesprechung zum Seminar erfolgt am 30. April 20 Uhr s.t. vermutlich im Besprechungsraum.


Rudi Schmidt
Hauptseminar:  Die Studentenbewegung der 60er Jahre im öffentlichen Diskurs. Analyse der gesellschaftliche Folgen und und ihrer politischen Interpretation Teil II
Do. 10.00-12.00 Uhr  (14-täglich)
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 384 

Fortsetzung des Seminars vom Wintersemester unter veränderter Schwerpunktsetzung: Grundlage bilden vor allem theoretisch relevante Texte, die zentral für Programmatik und Praxis der Studentenbewegung waren, insbesondere solche von Adorno, Marcuse, Marx, Agnoli, Fanon, Debray, Dutschke, Krahl u.a.
Das Seminar ist offen für neue Teilnehmer


Silke van Dyk
Hauptseminar:  Geschlechterverhältnisse im Wandel
Mo. 16.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 274 


Methoden der empirischen Sozialforschung III


Joachim Loose
Hauptseminar:  Methoden der empirischen Sozialforschung III: Multivariate Datenanalyse
Mi. 10.00-12.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Methodenlabor  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Das Seminar ist eine Einführung in das Gebiet der multivariaten statistischen Datenanalyse. Am Beispiel sozialwissenschaftlich interessanter Datensätze werden ausgewählte Verfahren für die statistische Untersuchung vorrangig linearer Zusammenhänge vorgestellt und unter Nutzung des Programms SPSS V. 15 durchgerechnet.

Voraussetzung für das Verständnis dieser Veranstaltung ist der Lehrstoff der Module P2 und P4 bzw. der nicht modularisierten Veranstaltungen Methoden I und II.

Voraussetzung für die Teilnahme: Nachweis der Module P2 und P4 bzw. der Methodenscheine I und II, Übernahme eines Referats (verbindliche Entscheidung bis zum 16.4.2008).

Wegen der begrenzten Kapazitäten im Methodenlabor ist eine Voranmeldung zum Proseminar im LSF und DT-Workspace erforderlich. Bei zu vielen Anmeldungen werden die Studenten im Hauptfach Soziologie bevorzugt.

Bedingungen für den Leistungsschein "Methoden der empirischen Sozialforschung III":
Regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referates mit Anfertigung eines Handouts, ausgearbeitete Übungsklausur, Klausur.
Bedingungen für einen "Teilnahmeschein":
Regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referates mit Anfertigung eines Handouts.


Stefan Jahr
Übung:  Regressionen
Mo. 14.00-16.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Methodenlabor  

BA-Modul(e): 2.5 Weitere Spezielle Soziologien ,  ECTS BA:  HF - 5   NF - 5  

Bedingungen für den Leistungsschein "Methoden der empirischen Sozialforschung III":
Klausur


Methoden / Lehrforschung


Michael Behr, Klaus Dörre
Lehrforschungsprojekt:  Lehrforschung Arbeitsbewusstsein II
Di. 14.00-18.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 20 

siehe Lehrforschung WS 07/08

Wie reflektieren qualifizierte Arbeiter und Angestellte die konkreten tagtäglichen Arbeitsbedingungen im Betrieb? Wie bewerten sie Kooperationsformen und Herrschaftsverhältnisse? Welche Interessen formulieren sie an Entscheidungsteilhabe und Veränderungen von Arbeitsverhältnissen? Wie stehen sie zu kollektiven Interessenvertretungsorganen und wo verorten sie sich im gesellschaftlichen Gefüge. Welches Bewusstsein ihrer sozialen Lage und ihrer gesellschaftlichen Stellung bilden sie heraus? Welche Rolle spielt „Berufliches Ethos“ und „Subjektivierung der Arbeit“ angesichts wachsenden Zeit- und Leistungsdrucks und möglicher Fremdbestimmung in den Rahmenbedingungen des Arbeitens?
Die Lehrforschung knüpft dabei sowohl an die klassische Arbeiterbewusstseinsforschung (Popitz/Bahrdt, Pirker, Kudera, Goldthorpe u.a.) sowie an neuere Arbeiten zur Subjektivierung der Arbeit an (Baethe, Kadritzke, Voß u.a.).
Im Rahmen des Seminars soll eine Befragung von Beschäftigten in der Optischen Industrie Thüringens durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Befragung sollen ausgewertet und gemeinsam erarbeitete Hypothesen überprüft werden.
Die Einschreibung erfolgt online über das LSF.

Bedingungen für den Leistungsschein "Lehrforschung":
Aktive Mitarbeit, Erstellen von Protokollen und eigenständige Erstellung eines Teiles für den Abschlussbericht

Literatur:
siehe Lehrforschung WS 07/08 und laufend ergänzt

Baethge, M. (1991): Arbeit, Vergesellschaftung Identität – Zur zunehmenden normativen Subjektivierung der Arbeit, in: Soziale Welt 43, S. 6-19.
Beck, U., Brater, M., Tramsen, E. (1976): Beruf, Herrschaft und Identität. Ein subjektbezogener Ansatz zum Verhältnis von Bildung und Produktion (Teil I und II) in: Soziale Welt Heft 1 und 2/1976.
Behr, M., u.a. (2006): Produktive Leistungsgemeinschaften und erzwungene Arrangements. Ergebnisse einer Beschäftigtenbefragung (2005/06) in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie.
Goldthorpe, J.H., Lockwood. D. u.a. (1970): Der „wohlhabende“ Arbeiter in England, München (Original 1968).
Huchler, N./Voß, G.G./Weihrich, M. (2007): Soziale Mechanismen im Betrieb. Empirische und theoretische Analysen zur Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit. München, Mering: R. Hampp.
Kudera, W., Mangold, W, u.a. (1976): Gesellschaftliches und polititisches Bewusstsein von Arbeitern, Erlangen.
Popitz, H., Bahrdt, H.P. u.a. (1957): Das Gesellschaftsbild des Arbeiters, Tübingen
Schmiede, R. (Hg.) (1988): Arbeit und Subjektivität, Informationszentrum Sozialwissenschaften, Bonn.
Voß, G., Pongratz, Hans. J (1998): Der Arbeitskraftunternehmer. Eine neue Grundform der Ware Arbeitskraft?, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 50, Heft 1, 1998, S. 131-158.


Heinrich Best, Lars Vogel
Lehrforschungsprojekt:  Eliten und Bevölkerung im Vergleich
Do. 14.00-18.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 

Das Verhältnis zwischen der Bevölkerung und den Eliten der verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche wie Politik, Wirtschaft, Medien wird seit einigen Jahren sowohl in der Öffentlichkeit, wie die Etablierung von Eliteuniversitäten exemplarisch zeigt, als auch in der Wissenschaft verstärkt diskutiert. Damit ist oftmals die Erwartung verbunden, die „richtigen“ Eliten könnten verschiedene gesellschaftliche Probleme lösen, aber zugleich stehen Eliten gerade deshalb auch im Kreuzfeuer der Kritik, wenn diese Probleme fortbestehen.

Wie sich an diesem Diskurs zeigt, sind gerade die Vorstellungen und Erwartungen, die in der Bevölkerung über ihre Eliten herrschen, entscheidend für das Verhältnis zwischen beiden sozialen Gruppen. Die Lehrforschung will sich daher intensiv mit dieser Beziehung beschäftigen. Wie nimmt die Bevölkerung ihre verschiedenen Eliten wahr? Welches Ausmaß an Einfluss und Gestaltungsspielraum wird der Elite durch die Bevölkerung zugeschrieben? Sieht die Bevölkerung ihre Deutungsmuster und Lösungsansätze für die vielfältigen gesellschaftlichen Herausforderungen durch die Elite repräsentiert?

Diesen und ähnlichen Fragen will die auf zwei Semester angelegte Lehrforschung mit Hilfe des Vergleichs von repräsentativen Bevölkerungs- und Elitenbefragungen nachgehen. Dabei kann auf die in Jena durchgeführten Elitenbefragungen zurückgegriffen werden, die Teilnehmer werden aber vor allem selbst eine repräsentative Bevölkerungsbefragung konzipieren, durchführen und auswerten. Fundierte Kenntnisse der Module P2 und P4 werden daher vorausgesetzt.


Christoph Köhler, Alexandra Krause
Lehrforschungsprojekt:  Diskontinuierliche Erwerbsverläufe und soziale Sicherheit II
Mi. 8.00-12.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 23 


Stephan Lessenich, Silke van Dyk
Lehrforschungsprojekt:  "Active Ageing" im europäischen Vergleich II
Di. 10.00-14.00 Uhr
Ort: August-Bebel-Str., Seminarraum 23 

Kaum ein Thema beschäftigt die politische Debatte, aber auch den Alltagsdiskurs, derzeit so sehr wie der demographische Wandel und die Alterung der fortgeschrittenen Industriegesellschaften. In der politischen, medialen und akademischen Diskussion über mögliche Bewältigungsstrategien der gesellschaftlichen Alterung werden dabei in letzter Zeit zunehmend die Alten selbst als (Teil-)Lösung des Problems entdeckt: Ältere Bürgerinnen und Bürger, die bis vor wenigen Jahren mit 60 bzw. 65, häufig aber auch schon deutlich früher, in den (wohl-)verdienten Ruhestand geschickt wurden, gelten in zunehmendem Maße als wertvolle und bislang unausgeschöpfte gesellschaftliche Ressource. "Active Ageing" heißt das Schlagwort auf europäischer Ebene, das zum Leitmotiv zahlreicher beschäftigungs- und sozialpolitischer Programme auf EU- und Länderebene geworden ist und darauf zielt, die immer gesünderen und vitaleren alten Menschen in den Arbeitsmarkt zu (re-)integrieren und für nicht erwerbsförmig organisierte Tätigkeiten zu gewinnen. Ziel der zweisemestrigen Lehrforschung ist es, Diskurse und Deutungsmuster des "Active Ageing" auf EU- und Länderebene zu rekonstruieren sowie die sozial-, arbeitsmarkt- und gesundheitspolitische Implementation des "Active Ageing"-Postulats in ausgewählten Mitgliedsstaaten vergleichend zu evaluieren. Darüber hinaus wird zu untersuchen sein, ob und inwiefern sich die Leitideen in der Altenhilfepolitik und Altenarbeit - die lange Zeit durch eine defizitorientierte Perspektive auf das Alter geprägt waren -, angesichts der populären Aktivitätsmaxime in jüngster Zeit verändert haben.

Fortsetzung vom WS 2007/08, kein Neueinstieg möglich.


Hartmut Rosa, Henning Laux
Lehrforschungsprojekt:  Spieltheoretische Experimente und soziale Wirklichkeit
Mi. 10.00-14.00 Uhr
Ort: Bachstr. 18, Seminarraum KU 


Kolloquien / Arbeitskreise


Heinrich Best
Kolloquium:  Forschungsseminar Politische Soziologie und Sozialstruktur
Di. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 129 


Heinrich Best, Klaus Dörre, Christoph Köhler, Lessenich, Rosa
Kolloquium:  Institutskolloquium
Mi. 14.00-18.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 2, Seminarraum 274 

ECTS Magister:  HF - 0   NF - 0  


Klaus Dörre
Kolloquium:  Graduiertenseminar Varieties of Capitalism and Unionism
Blockseminar
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum  

Blockseminar für Doktoranden, Teilnahme nur nach Voranmeldung bei Janett Grosser und Prof. Klaus Dörre möglich.

Das Graduiertenseminar ist ein Forum des Lehrstuhls für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie. Für Doktoranden des Lehrstuhls handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung. Das Forum kann aber auch von Doktoranden anderer Arbeitsbereiche, Institute und Fachrichtungen genutzt werden. Voraussetzung ist eine Absprache mit dem verantwortlichen Hochschullehrer. Das Graduiertenseminar orientiert sich an der Arbeitsweise, der Leitidee und dem Programm der Graduate School "Human Behaviour in Social and Economic Change". Mit dem Graduiertenseminar werden vor allem drei Ziele verfolgt:

- Das Graduiertenseminar soll Promovierende dazu befähigen, ihre Dissertationen zügig, d. h. innerhalb von drei Jahren, zu vollenden. Es ermöglicht den Doktoranden, ihre Forschungsergebnisse und Texte regelmäßig vorzustellen und zu diskutieren.
- Zugleich sollen relevante Querschnittsthemen bearbeitet und Synergien aus thematischen und methodischen Kongruenzen gewonnen werden.
- Ein weiteres Ziel ist es, den Doktoranden gemeinsame Diskussionen mit einschlägigen Wissenschaftlern und gegebenenfalls auch Praktikern aus dem In- und Ausland zu ermöglichen.

Das Seminar findet in Form von Workshops und Blockveranstaltungen an Wochenenden sowie im Rahmen von Ferienakademien statt. Das Zeit- und Arbeitsvolumen entspricht dem eines anspruchsvollen Hauptseminars.


Klaus Dörre
Kolloquium:  Forschungskolloqium
Di. 18.00-21.00 Uhr    Beginn: 15.04.08
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 225 

Bitte die Mailingliste abonnieren um Themenplan sowie die Texte des Kolloqiums zu erhalten: http://www.uni-jena.de/Forschungskolloquium-page-57466.html


Klaus Dörre
Kolloquium:  Magistrandenkolloqium
Mi. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 125 

Sie können die Mailingliste „Magistrandenkolloqium“ von Prof. Klaus Dörre abonnieren um Texte, Änderungen usw. zu erhalten oder ein bestehendes Abonnement ändern unter: http://lc03.rz.uni-jena.de/mailman/listinfo/magistrandenkolloquium-


Bruno Hildenbrand
Kolloquium:  Werkstatt Klinische Soziologie
Di. 9.00-12.00 Uhr
Ort: Hauptgebäude, Seminarraum 221 


Christoph Köhler, Olaf Struck
Kolloquium:  Forschungskolloquium
Mi. 20.00-22.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 121 


Stephan Lessenich
Kolloquium:  Gesellschaftsdiagnostik und Gesellschaftskritik
Mo. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 120 

Zeitdiagnosen sind riskante Soziologie, Soziologie mit - im Doppelsinne - beschränkter Haftung. "Alles Wesentliche scheint gesagt zu sein, und weitere Variationen desselben Themas müssen sich durch Effekthascherei wie etwa die Erfindung neuer Epochen mit originellen Etiketten hervortun, um überhaupt noch zur Kenntnis genommen zu werden. Das Geschäft der Gegenwartsdiagnose ist um so schwieriger, als es der Beobachter ja hier typischerweise mit emergenten neuen Wirklichkeiten zu tun hat, und in Zeiten beschleunigten Wandels wie der unsrigen, wo grundlegende gesellschaftliche Transformationen sich rasch in neuen sozio-historischen Konfigurationen niederschlagen, riskiert man es, entweder aus Vorsicht den Zeichen der Zeit hinterherzulaufen oder das Handwerk des Soziologen mit dem des Propheten zu verwechseln." (Schultheis) Im Kolloquium sollen aktuelle Beiträge zur Gesellschaftsdiagnose und deren wissenschaftliche wie politische Deutungsrelevanz diskutiert - und dabei soweit als möglich die beiden genannten Gefahren gemieden - werden. Es folgt der Überzeugung, dass eine begrifflich geschärfte Zeitdiagnostik unverzichtbares Instrument einer Sozialwissenschaft ist, die (mit Max Weber gesprochen) nicht bei der "denkenden Ordnung der Tatsachen" stehen bleiben will, sondern die "denkende Umbildung der unmittelbar gegebenen Wirklichkeit" anstrebt.


Hartmut Rosa
Kolloquium:  Aktuelle Entwicklungen in der Gesellschaftstheorie
Mi. 18.00-20.00 Uhr
Ort: Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 221